Islandhundetreffen 2014

Am 12.Oktober 2014 fand das Islandhundetreffen zum ersten Mal in der Westschweiz statt. Das Clubgelände der Société du Club cynologique in Delémont war der Treffpunkt des 8. Islandhundetreffens in der Schweiz in Folge.

Auf dem stündigen Spaziergang zu Beginn des Treffens lernten wir unter fachkundiger Führung von Raymond Laub die schöne Gegend kennen. Im Anschluss stand das Mittagessen auf dem Programm. Der Grill lief heiss, und die Zeit wurde rege genutzt um neue Bekanntschaften zu schliessen und über Hund und co zu plaudern. Die Hunde konnten sich derweilen auf dem riesigen Platz vergnügen oder genossen einfach mal die viele Freunde, die Zeit hatten ihr Fell zu kraulen.

Nach dem Mittagessen stand Agility auf dem Plan. Auf einem einfachen Plauschparcours konnten Hunde und Halter zeigen, was sie bereits konnten, und vor allem was Spass machte. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Vielen Dank Ruth und Raymond Laub für die Organisation des Treffens. Auch ein herzliches Dankeschön allen Teilnehmern. Es war ein durch und durch gelungenes Treffen mit vielen neuen Gesichtern und noch nie hatten wir ein so grosses und wunderschönes Dessertbuffet. Wir hätten definitiv noch 2 Tage bleiben können! 😉

Erhaltung der genetischen Vielfalt und ISIC

Hunderassen verlieren aufgrund des hohen Selektionsdruckes ihre genetische Vielfalt. Die Variation der genetischen Information innerhalb einer Rasse ist jedoch Voraussetzung dafür, dass Nachkommen über neue Eigenschaften verfügen, die eine bessere Anpassung an Umweltgegebenheiten darstellen. Sie ist unabdingbar für den Erhalt der Gesundheit und schlussendlich für das Überleben der Rasse.

Tarawood's

Der Islandhund ist eine der ältesten und genetisch reinsten Hunderassen der Welt. Jedoch stammen heute beinahe sämtliche Hunde von nur einigen wenigen Vorfahren ab, was den Erhalt der Rasse zusätzlich erschwert. Genetische Studien haben gezeigt, dass die gesamte, weltweite Islandhundepopulation auf 36 Ursprungsfamilien zurückzuführen ist. Während sich die drei grössten Ursprungsfamilien heute in 80% aller Stammbäume wiederfinden, gibt es Ursprungsfamilien, die nur noch vereinzelt und nur in bestimmten Ländern anzutreffen sind. Ihr Erbgut ist deshalb besonders wertvoll. In der Schweiz finden sich nur wenige Hunde mit dem Erbgut von eher seltenen Ursprungsfamilien.

Elín fra Kerlingarfjöll

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass in den vergangenen Jahren ein erheblicher Teil der bereits eingeschränkten genetischen Vielfalt trotz Zunahme der Islandhundepopulation verloren gegangen ist. Biologen, Genetiker und Anthropologen, die ihre Forschung dem Islandhund gewidmet haben, kamen deshalb zum Schluss, dass die weltweite Islandhundepopulation als Einheit betrachtet werden müsse. Die Vielfalt, Gesundheit und die Einzigartigkeit dieses urtümlichen Hundes könne nur auf diese Weise vor der genetischen Verarmung geschützt und damit die ursprüngliche Rasse erhalten werden. Gestützt auf diese Erkenntnisse wurde im Jahr 1996 ISIC gegründet. ISIC setzt sich dafür ein, die Islandhundepopulation als „eine“ Rasse, unabhängig von nationalen Grenzen zu bewahren. Zu diesem Zweck soll ein für alle Länder geltendes, einheitliches Bewertungsverfahren angewendet werden. Darüber hinaus stellt ISIC eine Plattform für den internationalen Austausch dar. Einmal im Jahr findet eine mehrtägige Konferenz statt, an der die Verantwortlichen der einzelnen Mitgliedsstaaten (Kommission) zusammenkommen. Hier wird die Entwicklung der Zucht analysiert. Es gilt im Wesentlichen gesundheitliche Probleme (wie Hüftgelenkdysplaisie, erblich bedingte Augenerkrankungen oder Kryptorchismus), Grösse der Wurfstärken, Höhe des Inzuchtkoeffizienten sowie weitere Fragen im Zusammenhang mit der Zucht zusammenzutragen und auszuwerten. Gestützt auf die gewonnenen Erkenntnisse gibt die Kommission unverbindliche Empfehlungen ab. Es ist zu hoffen, dass diese Empfehlungen in der Zucht vermehrt Beachtung finden.

Text: Giulia Santangelo mit Unterstützung von Pia Stämpfli

Welpenbilder

 

 

Resultate der Ausstellung in Aarau

Hund
Züchter
Hektor vom Schloss Neubronn Heidi Schwörer B. Ruth Laub C-Klasse, V1, CAC, BOB, BOS
Glory’s Katla Lazy River of Jurassic Valley Ruth Laub B. Ruth Laub Jü-Klasse, vv1, Jüngstensieger
Ebony’s Surtla Lazy river of Jurassic Valley Ruth Laub E. Susanne & Walter Oehrli Ju-Klasse, SG1
Dawn’s Salka Lazy River of Jurassic Valley Ruth Laub E. Ruth Laub O-Klasse, V1, CAC, BOS

Einzelbilder

 

Welthundeausstellung Salzburg 2012

Rüden Jugendklasse:

Adorable Gjafar Lazy River of Jurassic Valley: V1 Welt Jugend Sieger
Bes. Martina Stettler, Z. Ruth Laub

Rüden Offene Klasse:

Hektor vom Schloss Neubronn: SG 2
Bes. Ruth Laub, Z. Heidi Schwörer

Hündinnen Jugendklasse:

Mc Eremons Gathering Rose Petals: V1, Welt Jugend Sieger
Bes. Ruth & Raymond Laub, Z. Penny Kelley

Fagrahvamms Skjaldmey: SG4
Bes. Ruth Laub, Z. Anna Jónsdottir

Hündinnen Zwischenklasse:

Adorable Glódis Lazy River of Jurassic Valley: SG1
Bes.und Z. Ruth Laub

Hündinnen Offene Klasse:

Audna – Stelpa aus Vinkona: V1 CAC -A
Bes. Ruth & Raymond Laub, Z. Manuela Dossinger